Windpocken (Feuchtblattern) - Kindergarten

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Windpocken (Feuchtblattern)

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Die Windpocken (Varizella/Varizellen) sind eine durch Tröpfcheninfektion übertragene Erkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus ausgelöst wird. Andere Bezeichnungen für Windpocken sind Wasserpocken, Spitzblattern, Spitze Blattern, Wilde Blattern, vor allem in Österreich Feuchtblattern, Schafplattern bzw. Schafblattern. Der Name Windpocken kommt von der hohen Ansteckungsfähigkeit dieser Viren, die auch über einige Meter in der Luft übertragen werden.[1] Die Windpocken sind zu unterscheiden von den Pocken (Variola), einer gefährlichen Infektionskrankheit, die von Viren der Gattung Orthopoxvirus verursacht wird.

Die Windpocken betreffen überwiegend Kinder im Vorschulalter und führen bei der Mehrzahl der Infizierten anschließend zu einer lebenslangen Immunität, weshalb man sie auch zu den Kinderkrankheiten zählt. Symptome sind im Wesentlichen Fieber und ein charakteristischer, juckender Hautausschlag mit wasserklaren Bläschen. Es können Komplikationen in Form von Kleinhirn- oder Hirnentzündungen, einer Lungenentzündung oder bakteriellen Superinfektionen der Haut auftreten.

Da es sich um eine Virusinfektion handelt, ist die Behandlung in der Regel symptomatisch. In besonderen Fällen – beispielsweise bei immunsupprimierten Patienten – kann ein Virostatikum eingesetzt werden. Nachdem die Krankheitszeichen abgeklungen sind, verbleiben Varizella-Viren in den Spinal- oder Hirnnervenganglien und können von hier aus in Form einer Gürtelrose (Herpes Zoster) wieder reaktiviert werden.

Zur Prophylaxe gibt es eine Impfung, die seit Juli 2004 in Deutschland allgemein empfohlen ist.[2] Seit August 2006 ist auch ein Mehrfachimpfstoff gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken verfügbar.[3] Auch eine Postexpositionsprophylaxe mit Passiv-Impfung oder mit Virostatika ist möglich.

Die Erkrankung an Windpocken sowie der labordiagnostische Nachweis sind in Deutschland mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes vom 29. März 2013 meldepflichtig geworden.
Quelle: Wikipedia

Windpocken (Feuchtblattern) | Kinderkrankheiten

Das Virus wird zwar in den meisten Fällen duch eine Tröpfcheninfektion, also durch direkten Kontakt mit einer erkrankten Person übertragen, aber oftmals genügt auch schon ein „Windstoß“, da die Luft selbst als Übertragungsmedium wirken kann. Eine typische Kinderkrankheit: Da Windpocken extrem ansteckend sind, werden die meisten von uns bereits im Kindesalter von dem Varicella-Zoster-Virus, das die Erkrankung auslöst, befallen. Die Dauer der Immunität ist nicht ganz geklärt, aber sie reicht offenbar über Jahrzehnte.

Haupterkrankungsalter und Inkubationszeit:


das Haupterkrankungsalter liegt zwischen 3 und 11 Jahren und die Inkubationszeit beträgt 11-21 Tage.

Beschwerden:

Die Krankheit beginnt meist mit Kopfschmerzen, Unwohlsein und mittelhohem Fieber. Später kommt es zu einem charakteristischem, stark juckendem Hautausschlag aus kleinen Bläschen. Die ersten juckenden Bläschen tauchen meist am Kopf und hinter den Ohren und dann vorwiegend am Oberkörper auf. Diese Bläschen können sich jedoch auch auf den gesamten Körper und auf die Schleimhäute in Mund und Scheide ausbreiten. Etwa eine Woche, nachdem der Ausschlag sichtbar wurde, platzen die Bläschen auf, verkrusten und fallen dann ab. Da die Bläschen in Schüben auftreten, können gleichzeitig rote Pünktchen, wasserhaltige Bläschen und Verkrustungen vorhanden sein.

Komplikationen:

Wer in jungen Jahren die Erkrankung nicht durchgemacht hat, ist sein Leben lang gefährdet; und gerade in höherem Lebensalter ist der Verlauf der Krankheit oft besonders schwer. In späteren Jahren kann es zu einer Gürtelrose kommen.

Was Sie tun können:

Kratzen sollte möglichst vermieden werden, da an den Bläschen Infektionen und Narben entstehen können. Fingernägel möglichst kurz schneiden und eventuell nachts Baumwollhandschuhe tragen. Bäder, feuchte Umschläge und feuchtigkeitsspendende Cremes können den Juckreiz lindern. Auftragen einer juckreizstillenden Salbe. Besondere Hygienemaßnahmen, wie häufiges Baden und häufiger Wäschewechsel, beugen einer zusätzlichen Infektion der Bläschen mit Bakterien vor.

Wann Sie zum Arzt müssen:

Wenn Sie nicht sicher sind, ob es sich um Windpocken handelt. Wenn Bläschen eitern. Wenn Kopfschmerzen auftreten oder der Nacken steif wird.

Was Ihr Arzt tun kann:

Verordnung einer juckreizstillenden Lotion oder Salbe. Behandlung von infizierten Bläschen mit Antibiotika. Vorbeugung Kontakt mit erkrankten Personen meiden. Dies gilt besonders für Säuglinge in den ersten vier Wochen und für Schwangere.

Quelle: gesund.co.at


 
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